Schlafprobleme bekämpfen

Schlafprobleme bekämpfen

 

Jeder kennt diese Nächte, in denen man sich verzweifelt von der einen Seite auf die andere dreht; die Decke bis zum Kinn zieht und dann wieder wegstrampelt. Die perfekte Position wird jedoch selten gefunden und der erholsame Schlaf bleibt aus. Die Gedanken kreisen im Kopf herum wie bösartige Gespenster. In teuflischen Spiralen schlängeln sie sich nach unten in die Hölle und machen einen vollkommen verrückt.

Ob ich die Klausur morgen schaffen werde? Wird das Vorstellungsgespräch ohne Probleme ablaufen? Morgen beginnt wieder so ein stressiger Tag im Büro. Habe ich den Vortrag gut genug vorbereitet? Warum hat sich mein Freund oder meine Freundin so besorgt angehört? Wie sieht meine Zukunft aus?

Millionen Gedanken verwirren den Verstand und rauben dem Körper den Schlaf.

Doch um ausgeruht und entspannter zu sein, sollte man mindestens 7 Stunden lang schlafen. Es gab viele Nächte in denen ich es nicht mal zwei Stunden geschafft habe, die Augen zu schließen. Öfters schlief ich gar nicht.

 

Tipps, wie man Schlaf findet

In einer Gesprächsrunde in der Tagesklinik redeten wir über das Problem, mit dem nicht nur ich zu kämpfen hatte und wir fanden zusammen ein paar Lösungsansätze, die ich euch gerne weitergeben würde.

Zuerst einmal, ist es wichtig, sich vor dem Schlafengehen nicht auszupowern. Tänzle nicht durch dein Zimmer wie Bambi oder versuche deinen Rekord für die meisten Liegestütze zu brechen. Um Ruhe finden zu können, muss der Körper auch ruhig sein.

Dann sollte man technische Geräte wie das Handy ausschalten und weglegen. Die Versuchung noch ein Youtube-Video zu sehen und nochmal neue Posts auf Instagram zu checken, ist viel zu groß. Ich weiß, dass es eine große Versuchung ist, danach zu greifen, wenn man doch sowieso noch nicht eingeschlafen ist, aber das helle Display greift die Augen wieder an und man kann danach nochmal von vorne anfangen.
Nehme dir eine bestimmte Zeit vor, 22 Uhr zum Beispiel und schalte dein Handy da aus, lege es in eine Schublade und lese noch ein paar Minuten. Davon werden deine Augen müde und e es hilft dir dich zu entspannen.

 

Ein Punkt, der für mich besonders schwierig war beziehungsweise ist, ist der, den Tag über keine Zeit im Bett zu verbringen. Es sollte wirklich nur zum Schlafen verwendet werden. Wenn man es auch zum chatten, Hausaufgaben machen oder zeichnen benutzt, denkt sich das Gehirn nicht, dass das Bett ein Ort zum Runterkommen ist, sondern packt es in die selbe Schublade wie den Schreibtisch. Aber wenn du nur zum Schlafen (oder nur zum Entspannen) ins Bett gehst, weiß dein Körper, dass es jetzt Zeit zum Schlafen ist und stellt sich darauf ein.

 

Hilfreich ist es auch, die Gedanken, von denen man weiß, sie werden kommen, aufzuschreiben. Nimm dir ein Notizbuch und schreibe jeden Abend alles auf, worüber du dir gerade den Kopf zerbrichst. Wenn du fertig bist, schließe das Buch und packe es weg. Damit hast du schon über die Zukunft nachgedacht und kannst diesen Punkt von deiner Liste streichen. Wenn du jetzt Schlafen gehst, denke bewusst an etwas Anderes, etwas Schönes. Deinen Lieblingsfilm oder ein lustiges Ereignis, zähle Schäfchen von mir aus. Kommen die Gedanken doch, schiebe sie bewusst weg und zwinge dich, wieder an das Schöne zu denken. Dass erfordert etwas Übung und man muss auch daran glauben, dass es funktioniert, sonst bringt es nichts, aber hat man diesen Vorgang erst einmal verinnerlicht, bleiben die bösen Gedanken tatsächlich auf den Seiten hängen.

 

Entspannungstechniken sind ebenfalls hilfreich. Autogenes Training, Atemübungen und progressive Muskelentspannung helfen Geist und Körper zur Ruhe zu kommen und Stress zu lindern.

 

Manchen hilft sogar Lavendel. Es gibt Gute Nacht-Tee in dem diese Pflanze vorhanden ist und sogar Lavendelspray, welches man sich aufs Kopfkissen sprühen kann. Der Geruch wirkt sehr beruhigend und entspannend.

 

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Jeder muss für sich seine Methode finden, die hilft.

 

Ich kann zum Beispiel kein Lavendel benutzten, da ich davon Kopfschmerzen bekomme, aber das Aufschreiben der Gedanken hilft mir dagegen sehr gut.

 

Es dauert zwar seine Zeit, bis eine Besserung zu vernehmen ist, aber zieht man die Tipps durch, helfen sie tatsächlich.

 

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