Was ist Weihnachten? – eine kleine Geschichte, Teil 1

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Am dritten Advent

Also erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich am zweiten Advent keinen Artikel hochgeladen habe. Ich hatte nicht nur viel zu tun, sondern auch leider keine wirkliche Motivation. Blödes dunkle Wetter, dabei kann ich mich nie richtig aufrappeln.

Dafür gibt es heute den ersten Teil einer kleinen Geschichte namens Was ist Weihnachten?

Ich wusste am Anfang nicht so genau, wo sie hingeht und habe einfach nur getippt. Deswegen ist es wieder einmal etwas undurchsichtig geworden, aber das ist eben mein Stil. Ein wenig kafaesk eben. Ich hoffe sie gefällt dir trotzdem. Viel Spaß mit dem ersten Stück.

 

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Was ist Weihnachten?

Clara und Johann lagen gelangweilt im Schnee und schauten in den weißen Himmel hinauf. Aus diesem flogen viele weiße Flöckchen, die kalt und einzigartig geformt herabfielen. Sie landeten auf ihren Körpern und schmolzen von deren Hitze. Um sie herum verbanden sie sich mit der weißen Schneedecke, die alles friedlich wirken werden ließ.

„Mir ist kalt“, murmelte Clara und drehte sich zu Johann.

„Dann geh rein“, sagte Johann, warf ihr nur einen kurzen Blick zu.

Clara setzte sich auf, blieb aber neben Johann. Anstatt reinzugehen, nahm sie einfach seine Hand, die immer warm war und wärmte ihre kalten Finger. Johann ließ es geschehen, wirkte aber auch nicht begeistert.

Sie seufzte und betrachtete schweigend die Bäume und Häuser, bedeckt von all dem Schnee. Alles war weiß und leise, es wirkte so sauber und fröhlich, wie es im Herbst nie gewesen war.

„Es ist wunderschön“, meinte Clara und drückte seine Hand etwas fester.

„Wenn du das sagst“, erwiderte er nur, ohne seinen Blick vom Himmel abzuwenden.

Sie wollte ihm gerade eine Standpauke halten, als sie eine Stimme von weiter weg hörte, die rief: „Na los, nun komm oder willst du etwa zu spät kommen?“

„Nein, natürlich nicht, Schatz“, eine weitere Stimme lachte auf. Sie hörte Schritte durch den Schnee stapfen, die immer näher kamen.

„Johann? Johann!“ Clara rüttelte an seinem Arm, aber er schaute sie nur genervt an. „Lass mich, ist doch egal, wenn sie uns sehen.“

Clara rollte mit den Augen und stand auf.

Ein Pärchen kam den Weg entlang, händchenhaltend und lachend trugen beide eine große Tragetasche über der Schulter, wo es drin raschelte und klimperte.

„Was denkst du wie es dieses Jahr aussehen wird?“, fragte die Frau gerade, „Ich hoffe ja-.“

Sie stockte, als sie die beiden dort im Schnee sah und lächelte sie freundlich an. „Hallo, was macht ihr denn da? Schneeengel?“

„Ähm, nein?“ Clara sah hilfesuchend zu Johann, aber der hatte nicht mal ein Auge für die beiden Fremden übrig.

„Du siehst durchgefroren aus. Müsst ihr denn nirgendwo hin? Es ist doch Weihnachten“, sagte der Mann und legte einen Arm um die Frau. In Clara kam der Wunsch auf, dass sie so auch mal von Johann in den Arm genommen werden würde.

„Es ist was?“, fragte Clara verwirrt.

Die beiden sahen sich sprachlos an und dann wieder zu ihr. „Wie bitte? Es ist Weihnachten. Heiligabend. Wie könnt ihr das nicht wissen?“

„Ähm… Wir kommen… nicht von hier“, meinte sie leise und schaute erneut hilfesuchend zu Johann.

Dieser regte sich endlich, stand auf, klopfte sich den Schnee von der Hose und zerrte an Claras Ärmel. „Wir gehen dann mal dahin zurück, wo wir herkommen.“

Sie lief ihm drei Schritte hinterher, doch die Frau nahm ihren anderen Ärmel und zwang sie zum Stehenbleiben. „Entschuldige, aber ich kann einfach nicht glauben, dass jemand kein Weihnachten kennt. Woher kommt ihr denn?“

„Von sehr weit her“, nahm Johann Clara die Antwort vorweg.

„Das kann ja nicht wahr sein. Also dann sehe ich nur eine Lösung. Ihr kommt mit uns und wir zeigen es euch.“ Der Mann klopfte Johann auf die Schulter, der ein Gesicht zog, als würde er ihn dafür umbringen wollen. Clara nahm erneut seine Hand und bat ihn stumm um Geduld. Er verdrehte die Augen.

„Also kommt.“ Die Frau nahm Claras freie Hand und zog sie hinter sich her. „Wir sind spät dran, deswegen müssen wir einen Zahn zulegen. Na los.“

… Fortsetzung folgt

 

So, dass war der erste Teil.

Ich wünsche dir einen frohen dritten Advent und eine tolle, soweit entspannte Woche.

Deine Mina

 

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